

DIEVORLESERIN
ONLINE
liest dir live vor
Jeden Sonntag um 15 Uhr.
Ein Text.
Eine Stimme.
Ein gemeinsamer, ruhiger Moment.
Ein Link.
Die nächste Lesung: 12.07. um 15 Uhr
Karel Čapek - Das Jahr des Gärtners - zweiter Teil

Über
das Projekt
DIEVORLESERIN.ONLINE
Vor einiger Zeit erzählte mir eine Freundin, sie werde wahrscheinlich blind. Wir kennen uns seit vielen Jahren und teilen seit jeher die Liebe zu Büchern und Geschichten. Die Vorstellung, dass sie diese Welt aus Zeichen, Bildern und Farben bald vielleicht nicht mehr selbst sehen kann, ließ mich nicht los.
Aus dieser schmerzhaften Erkenntnis heraus entstand:
DIEVORLESERIN.ONLINE
Wer nicht sehen kann, muss hören. Aus einer ersten, noch rohen Idee wurde ein Entschluss und ein Versprechen, das bis heute trägt.
Ein kleiner, leiser Kontrapunkt zu einer Welt, die laut ist und alles sofort haben will. Vielleicht ist genau das heute wichtiger denn je.
Jeden Sonntag um 15 Uhr. Live auf ZOOM.
Kein Podcast und keine Wiederholung.
Was hier geschieht, gehört dem Moment.
Ich lese vor, weil Geschriebenes im gesprochenen Wort auf eine besondere Weise zum Leben erwacht. Und weil gemeinsames Zuhören eine Verbindung schafft - zu sich selbst und zu anderen.
Du musst nichts sagen. Du wirst nicht gesehen. Du kannst einfach zuhören.
Es gibt keine Diskussion, kein Danach, kein Nebenbei. Nur ein Text und Menschen, die bereit sind, sich darauf einzulassen.
Der digitale Raum öffnet sich 15 Minuten vor Beginn.
Um Punkt 15 Uhr fange ich an zu l esen.
Nicht früher, nicht später.
Die Lesung dauert in der Regel etwa eine halbe Stunde.
Davor ist Stille. Danach auch.
Wenn du Lust auf diese kleine Insel hast, dann bist du herzlich willkommen.
Er ist deine Einladung und bleibt immer derselbe.
Ich lese live für Menschen, denen Lesen schwerfällt, wegen Krankheit, Erschöpfung, Sehproblemen, Einsamkeit oder innerer Überlastung.
Und für Menschen, die einfach mal (wieder) zuhören möchten.
Auch wenn Lesen nicht immer klappt.
Literatur gehört uns allen.



Das aktuelle Buch
Das Jahr des Gärtners
Das Jahr des Gärtners ist kein braver Ratgeber für Menschen mit Gießkanne und Kniekissen, sondern eine hinreißend komische Vermessung einer besonderen Menschensorte: des Gärtners.
Monat für Monat wird der Garten zur Bühne eines kleinen Wettkampfs: Samen verschwinden, Pflanzen beleidigen durch ihr Nichtwachsen, Regen kommt falsch, Sonne auch, und der Boden hat ohnehin seine eigene Meinung.
Trotzdem macht der Gärtner weiter. Mit krummem Rücken, schmutzigen Händen und dieser erstaunlichen Fähigkeit, aus jeder Enttäuschung neue Zuversicht zu kompostieren.
Hier schreibt also jemand weniger über Gartenarbeit als über eine liebenswerte Form des Wahnsinns.
„Nichtsdestoweniger muß man das Unkraut aus dem Rasen entfernen; man jätet und jätet, und hinter jedem Schritt verwandelt sich der künftige Rasen in kahle, braune Erde, wie sie am ersten Tag der Erschaffung der Welt ausgesehen haben mag. Nur an zwei oder drei Stellen bemerkt man einen grünlichen Schimmer, wie ein hingehauchter, schütterer Flaum; da gibt es keinen Zweifel mehr, das ist Gras. Man geht auf den Fußspitzen umher und jagt die Spatzen fort; doch während man auf den Boden starrt, kommen, noch ehe man sich besinnt, auf den Stachelbeer- und Johannisbeersträuchern die ersten Blättchen heraus. Immer kommt einem der Frühling zuvor.“

Der Autor
Karel Čapek
Karel Čapek wurde 1890 in Malé Svatoňovice in Tschechien geboren. Er war Schriftsteller, Journalist und Dramatiker, Demokrat und Humanist. Mehrfach für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen, stellte er unbequeme Fragen zu Technik, Macht, Faschismus und Verantwortung. Er zeigte, dass Fortschritt ohne Moral gefährlich wird. Čapek bleibt modern, weil seine Warnungen immer noch aktuell sind. Er starb 1938 in Prag.

Wer liest?

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Ich bin keine Schauspielerin, keine Literaturwissenschaftlerin und kein Mensch mit Mikrofonfetisch oder einem Drang zur Selbstdarstellung.
Ich bin Rusanna Werbicki.
Solange ich denken kann, ist Lesen meine Leidenschaft. Und ich lese auch sehr gern anderen vor, weil Sprache in der Luft anders klingt als auf dem Papier.
Mich interessieren keine großen Auftritte. Mich interessiert, was passiert, wenn sich Menschen miteinander auf einen Text, auf eine Stimme, auf die Stille dazwischen einlassen.
Immer sonntags um 15:oo
Keine Kamera. Kein Smalltalk. Nur Zuhören.
Wenn du das schätzt, bist du herzlich willkommen. Ich freu mich auf dich.
"You made my day! Danke dafür.
Habe gleich Ihre Webseite einer Freundin weitergeschickt.
Die kann es gut brauchen.
Herr K. - Hamburg
"MEGA - danke - freue mich auf nächsten sonntag."
Carmen H. - Bern
"Bin krank und kann meine Wohnung nicht verlassen. Das ist eine klasse Idee mit dem Vorlesen. Tolle Stimme ;-)"
Ruth - Wien